Kühlkreisläufe

Schema Einkreiskühlung
Schema Zweikreiskühlung

Grundsätzlich wird bei der Kühlung des Bootsmotors zwischen der Einkreis- und der Zweikreiskühlung unterschieden. Letztere wird und wurde eher selten realisiert, da sie ihre Vorteile wegen der geringeren Korrossionsanfälligkeit nur im Salzwasser ausspielt und die DDR-Sportboote hauptsächlich für den Binnenbereich gebaut wurden.

Im Unterschied zum Auto gibt es beim Bootsbetrieb des Wartburg-Motors verschiedene Varianten zur Lösung des Kühlkreislaufs, die auf den folgenden Seiten beschrieben werden. Wir beschränken uns auf die Ein-Kreis-Kühlung und empfehlen, sich nach Möglichkeit für die einfachste Variante zu entscheiden.

Um die Sache nicht unnötig zu verkomplizieren, werden auf den folgenden Seiten nur die Unterschiede am Motor selbst beschrieben.

Die Varianten, wie das Kühlwasser zum Motor befördert wird, sind hier schnell aufgezählt:
1. durch die sogenannte Staudruckvariante. Hier sitzt hinter dem Propeller ein kleines Röhrchen mit einer meist oval trichterförmigen Aufweitung, durch die der sich drehende Propeller das Wasser ins Bootsinnere drückt, von wo aus es mittels Rohr- und Schlauchleitung Richtung Motor/Auspuffkrümmer geführt wird. Nachteil der Geschichte: wenn das Boot mit Getriebe oder Kupplung ausgerüstet ist, bekommt der Motor in Leerlaufschaltung kein Kühlwasser.
2. Mittels Pumpe. Entweder kommen (meistens die Original-Variante in den Panther-Booten) mechnisch von der Propellerwelle angetriebene Pumpen
mehr... zum Einsatz oder nachgerüstete elektrische Pumpen.



Zeichnungen: Micha N.