Variante 1 - ohne Wasserpumpe

Bild 1 - 1 Wassereinlaß 2 Wasserauslaß 3 Wasser in Motor
Bild 2 - 1 Froststopfeneinsatz 2 Lichtmaschine
Bild 3 - 1 Thermostat 2 Einlaß Auspuff
Bild 4

Das durch Staudruck oder Pumpe ins Bootsinnere gelangte Wasser wird zunächst dem Auspuffkrümmer mehr... zugeführt. Dieser ist doppelwandig ausgeführt. In diesem Wassermantel wird das kühle Frischwasser vorgewärmt (kein Kälteschock für den heißen Motorblock) und die Auspuffgase erstmalig abgekühlt (kein Hitzeschock für die Fische).
Bild 1 Position 1

Danach verläßt das vorgewärmte Wasser den Krümmer
Bild 1 Position2

und wird dem Motorblock mittig unterhalb des Krümmers zugeführt.
Beim Automotor und den anderen Varianten der Bootskühlung sitzt an dieser Stelle der Froststopfen, der jetzt durch ein Übergangsstück ersetzt wurde. Dieses Stück kann relativ leicht selbst hergestellt werden.
Bild 1 Position 3
Bild 2 Position 1

Nun befindet sich das Wasser unten im Motorblock und steigt durch Thermosyphonwirkung nach oben, durchströmt den Zylinderkopf und tritt an der Thermostatöffnung wieder aus.
Bild 3 Position 1

Von hier wird es den Auspuffgasen nach dem Krümmer zugeführt
Bild 3 Position 2
und kühlt diese ein weiters Mal ab. Dadurch kommt es zu den weißen Wölckchen, die den Auspuff bei Schleichfahrt gut sichtbar verlassen.

Die hier vorgestellte Variante ist die einfachste, weil sie am wenigsten technischen Aufwand betreibt und mit den wenigsten Teilen auskommt (Wartung, Gewicht).


Der in Bild 1 bis 3 abgebildete Motor stammt aus dem Wartburg 311 und hat 900 cm3. Er besitzt noch die Wasserpumpenwelle, die Wasserpumpe an sich wurde aber entfernt.
Eigentlich könnte die Welle samt Lagerung abgeflext werden; der Keilriemen wird dann in verkürzter Ausführung direkt mit der Lichtmaschine gekoppelt.
Für den Neuling verwirrend ist die Tatsache, daß sich bei diesem Motor die Wasserpumpenwelle backbords befindet, bei den häufiger eingesetzten Motoren des 353 ist sie steuerbordseitig. Auch die Thermostatöffnung befindet sich hier mittig am Kopf, bei den 353-Modellen sitzt sie bugwärts.

Bild 4 zeigt einen Motor mit entfernter Wasserpumpe(-nwelle).

Bilder: Kai Weidauer