Kurt Schneider

Bootsbauerei Schneider
Stromlinienboot 1934
Rennboot Heliotrop 1938
Favorit 1939
Zeitschriftenwerbung 1938
Zeitschriftenwerbung 1938
Werftplakette

Der Berliner Kurt Schneider gründete in Stralau 1932 seine Werft. Dort baute er kleine Autoboote in der Größe von 6,00 m x 1,50 m. Diese Modelle nannte er "Modell A, B, C, D". Mit dem Modell "E und F" (Foto oben rechts) entstehen 1934 die ersten Stromlinien Autoboote. 1935 folgte der Umzug in größere Räumlichkeiten nach Köpenick. 

Mit der H Super von 1935 baut er wie die Stellmacher im Automobilbau das runde Heck. Ob Kurt Schneider dabei der Opel Admiral mit der Gläser Karosserie von 1938 inspiriert, hat ist nicht übermittelt.

Die Favorit von 1938 ist 6 m lang und1,50 m breit. Die Köpenicker bauten einen 5/34-PS-Vierzylinder in das Stromlinie Boot ein.

Mit dem Modell Präsident aus 1939 entstehen die größten Boote, die bei Schneider gebaut wurden. Einzigartiges Design in höchster handwerkwerklicher Perfektion werden zum Markenzeichen.

Merkmale, wie Cabrio-Verdeck, Scheibenwischer und Fenster, zum hoch und runter Kurbeln wie im Automobil, gehören zur Ausstattung. Für den Antrieb sorgt ein Ford 1,2 Liter Vierzylinder Motor, sowie ein Ford Flathead V8 Motor beim Modell Präsident.

Bereits 1937 entsteht im selben Design mit dem Modell Rakete das erste Boot mit Heckmotor, das damals noch "Stromlinien-Schacht-Schnellboot" genannt wird. Verbaut war ein 350 ccm Zweitakt-Motor der Marke Effzett. Besonderheit hier, obwohl das Boot aus Holz war, konnte der Kunde es in jeder beliebigen Farbe bestellen. Der Verkaufsschlager war zweifarbig, unten in beige und oben in Rot.

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges endete das erste Kapitel vom Bau der Motorboote. Wie bei allen Werften wurde die Produktion umgestellt und man begann mit dem Bau von Rettungsbooten und anderen kriegsrelevanten Produkten.

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