Oldieboote Forum

Thema: Mahagoni Beize

Autor Nachricht
Verfasst am: 23.02.15 [21:33]
 
Ather1
Arthur Schweighart
Dabei seit: 22.08.2011
Beiträge: 45
das abschleifen des alten Lackes und schlechten Holzes ist aber das A und O. Wenn du das nicht gewissenhaft machst dann wirst du dich später richtig ärgern. banghead.gif

Gruß
Arthur
 
Verfasst am: 23.02.15 [21:49]
 
Ernest
Ernest
Dabei seit: 27.01.2015
Beiträge: 32
werde das Beste geben! Bekommt masn den Epifanes Klarlack überall? Die ersten 2x verdünnt?
 
Verfasst am: 23.02.15 [22:41]
 
Ernest
Ernest
Dabei seit: 27.01.2015
Beiträge: 32
....und ich wollte mich bei euch für diese Tips noch mal bedanken! Muss dieser Lack mit dem Pinsel aufgetragen werden oder gehts auch mit einer Rolle? Habe Angst vor Läufern....
 
Verfasst am: 28.03.16 [01:25]
 
Pantherapid
John
Dabei seit: 14.02.2016
Beiträge: 11
Wer es richtig machen will, und ich habe mich sehr lange damit beschäftigt und Informationen über Wochen gesammelt, obwohl ich gelernter Tischlergeselle bin.
Im Bootsbau ist mit den normalen Holzschutzmitteln keine vernünftige Lösung zu erzielen weil das Holz immer Feuchtigkeit ausgesetzt ist.
Um es wirklich vor Feuchtigkeit zu schützen (Lack reicht nicht) muss es mit Epoxydharz getränkt werden, die Oberfläche muss mit epoxy gesättigt werden.
Nachdem das gemacht wurde muss man die Oberfläche zusätzlich mit einem Klarlack vor der UV Strahlung Schützen.

Mit freundlichen Grüßen
John
 
Verfasst am: 28.03.16 [01:52]
 
Pantherapid
John
Dabei seit: 14.02.2016
Beiträge: 11
Habe vergessen das natürlich vor dem Epoxydharz gebeizt werden muss ( vor dem beizen wird die Oberfläche folgendermaßen vorbereitet: 1. wässern mit einem feuchten Lappen 2. trocknen lassen 3. schleifen Das ganze wird 2x gemacht ) beim beizen sind auch ein paar Dinge zu beachten... Man braucht einen guten breiten Pinsel mit möglichst weichen Borsten um die beize aufzutragen... Dann nimmt man den Pinsel und trägt die beize quer zur faserrichtung des Holzes auf die gesamte zu behandelnde Oberfläche auf und verteilt die beize anschließend mit einem Baumwolle Lappen in Faserrichtung! Macht man das nicht gibt es hässlich Flecken und ungleichmäßige Färbungen.

ich empfehle dir Beize auf Lösemittel Basis in Handwerker Qualität- Tischlereien arbeiten fast ausschließlich mit Produkten der Firma Clou...



Mit freundlichen Grüßen
John
 
Verfasst am: 29.03.16 [22:13]
 
Heinrich
Heinrich
Dabei seit: 27.03.2016
Beiträge: 3
Ich habe das Ganze gerade hinter mir:
Abziehen des gesamten Decks meiner Variant (Sperrholz) mit Heißluftfön und Ziehklinge. Ging super.
Dann beizen mit Wasserbeize, wie hier vorher schon beschrieben. Ganz leicht überschleifen mit 400er Papier und Eckcenterschleifer. Dann 4 mal Clear Wood Sealer von International. Das ist ein klarer 2 K Vorstreichlack, Vorteil: Trocknet auch bei 5 Grad innerhalb von einem Tag. Bei 20 Grad innerhalb von 3 Stunden. Dann 2-K Lack Premium plus von International, trocknet auch bei 5 Grad, braucht aber mehrere Tage bei den Temperaturen. Das Ganze wird super hart und super glänzend.
Auftragstechnik: mit Lackrolle verteilen und immer gleich mit weichem Schlichtungspinsel hinterher. Dann wird es richtig glatt, ohne Nasen, etc. Zwischendurch immer mal wieder mit 400er Papier schleifen.
Es gab aber einige Stellen, wo das Holz nach den ersten Lackschichten unterschiedlich aussah. Ich habe deshalb bei 2 Schichten ein kleines bisschen der Beize Interstain dem Lack zugemischt, tropfenweise. Dadurch wird ein leichter Mahagoni Schleier im Lack erzeugt und das Gesamtbild wird gleichmäßiger.
Die 2-K Lacke werden wesentlich härter als die 1 K Lacke, was auf Sperrholz ja gut ist.

Bei Epifanes 1 K-Lack hatte ich mal das Problem, dass der auf Epoxi Untergrund nicht hart wurde, auch nach einer Woche nicht. Also immer erst testen. Alle anderen Lacke funktionierten auf dem Epoxi.

Die Bordwände der Variant habe ich letztes Jahr mit Epoxi Gewebe belegt und anschließend mit 1 K-Lack mehrfach gegen UV geschützt. Hat super geklappt, sieht aus wie klar lackiert. Es gibt aber ein paar Stellen, wo kleine weißliche Stellen vom Gewebe zu sehen sind. Wenn man es nicht weiß, fällt es aber kaum auf. Dafür ist es nun super stabil und dicht.

Heinrich
 
Verfasst am: 03.04.16 [09:05]
 
lenni
Frank
Dabei seit: 04.04.2008
Beiträge: 424
Hallo Kollegen,
das mit dem lackieren und beizen ist hier immer wieder ein Thema...UND ES GIBT KEINE ALGGEMEIN GÜLTIGE VORGEHENSWEISE FÜR ALLE ARTEN VON HOLZBOOTEN!!!!
Erst mal sollte man sich darüber Gedanken machen was sich der Konstrukteur bei der Bauweise des Bootes gedacht hat und aus welcher Zeit es stammt-das ist entscheidend für die Auswahl der zu verwendenden Mittel.....einfach haben es da die Kollegen mit Sperrholzbooten,diese sollten grundsätzlich kein Wasser aufnehmen-oder nur minimal-etwas Quellen am Kiel ist da oft mit einberechnet-sonst nichts. Hier kann ich laminieren,epoxybeschichten,alle möglichen Farben testen-wenn das Sperrholz drunter gut ist wirds gelingen-hier ist auch das beizen einfach, vor allem ist die Lappen-oder Schwammtechnik wichtig wie schon beschrieben-sonst gibts wilde Flecken.....
Schwierig wirds bei allen Booten in Plankenbauweise, das beizen wird schon schwieriger das die Planken nicht alle im gleichen Winkel zur Faser geschnitten sind, gebogen und gewässert worden sind und daher unterschiedlich die Beize aufnehmen-hier ist Erfahrung und Fingerspitzengefühl gefragt-nicht mehr so einfach ....
Wenn bei Booten dieser Bauweise das Wasser ausgesperrt wird gibt's evtl bei der Erstwasserung nach der " Möchtegern-Restauration" ein böses Erwachen - schon tagelang im Wasser und immer noch nicht dichtgequollen - dumm gelaufen.
Hier ist Epoxy genau falsch....
Einige ältere Konstruktionen brauchen das Wasser-es war niemals vom Konstrukteur vorgesehen das das Holz immer trocken bleibt-es gab ja auch technisch zu der Zeit keine Möglichkeit dazu.
Die Beschichtung von Booten mit Epoxy erfordert Fachwissen und große Sorgfalt und ist für modernere Konstruktionen( ab 70er Jahre) sicherlich eine Alternative aber bitte nicht für richtige Klassiker...

Zurück zum Thema Beize-das mit dem Interstain im Lack funktioniert tatsächlich-hab ich mit Schooner probiert-man kann prima Fehler kaschieren-die richtigen Meister dieser Kosmetik sitzen in Italien-Stoppani liefert Pasta Mogano - ein Beizgel was bei allen iNorditalienischen Bootsbauern eingesetzt wird.....das Mahagonirot wird etwas blass aber Macken sind nicht mehr zu finden....

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 03.04.2016 um 09:15.]

Holzboote-na klar-hab ja sonst keine Sorgen.......
 
Verfasst am: 03.04.16 [11:06]
 
zorro
Kai
Themenersteller
Dabei seit: 06.04.2008
Beiträge: 1960
Hallo Leute,
Lenni,schöner Beitrag.
Ich hab gute Erfahrung mit der Beize von Zweihorn gemacht.
Gruß Kai
 
Verfasst am: 03.04.16 [20:01]
 
dennisk
über Wasser
Dabei seit: 12.05.2008
Beiträge: 574
Wie sieht das eigentlich aus, wenn man an einem gebeizten und klar lackierten Holz bei eventuellen Lack-Ausbesserungen schlechte Lackstellen entfernen muss.
Lassen sich die bearbeiteten Stellen am Holz (wo die Beize möglicherweise an- oder weggeschliffen wurde) vor dem klar Überlacklieren wieder unauffällig nachfärben?

Grüße! Dennis

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 03.04.2016 um 20:05.]
 
Verfasst am: 04.04.16 [17:47]
 
lenni
Frank
Dabei seit: 04.04.2008
Beiträge: 424
Wenn du gebeizt hast wirds schwierig...das wird immer etwas anders aussehen.
Vielleicht nicht auf den ersten Blick-aber wenn du die Stelle kennst wird sie dir immer auffallen.Es gibt ja auch einige Liebhaber die nichts von Beize wissen wollen-dann ist auch die Reparatur der Stellen einfach.
Bei Pasta Mogano kannst du die komplette Maserung verschwinden lassen-machen die Italiener bei Stossstellen der Sperrholzplatten an der Seite-die findest du erst bei genauem suchen.
Auch böse Macken kann man prima kaschieren, daher auch spätere "Korrekturen"....

Holzboote-na klar-hab ja sonst keine Sorgen.......
 

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