Oldieboote Forum

Thema: Mahagoni Beize

Autor Nachricht
Verfasst am: 04.04.16 [22:07]
 
windi
Ralf Windmüller
Dabei seit: 16.04.2008
Beiträge: 1397
"Die Beschichtung von Booten mit Epoxy erfordert Fachwissen und große Sorgfalt...

Ja, geb ich dir recht.


aber bitte nicht für richtige Klassiker..."


Sagt wer ? Befolgt man Punkt 1 ... ?!




Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. -Albert Einstein-

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Verfasst am: 04.04.16 [22:10]
 
windi
Ralf Windmüller
Dabei seit: 16.04.2008
Beiträge: 1397
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Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. -Albert Einstein-

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Verfasst am: 06.04.16 [19:56]
 
lenni
Frank
Dabei seit: 04.04.2008
Beiträge: 424
Hallo Windi,
Ich bin da skeptisch was massives Holz angeht...das West-System ist für mich nachvollziehbar-innen-außen -alle kleinen Ecken-Riesenaufwand-komplett wasserdicht eingeschlossen verändert sich das Holz nicht mehr...wie lange es komplett dicht bleibt ist ein anderes Thema....

Bei Beschichtung von nur einer Seite hast du auf jeden Fall Veränderungen der Holzfeuchtigkeit-alleine schon durch unterschiedliche Luftfeuchtigkeit damit auch Bewegung... Bei einem Boot mit 6m Lämge sind das mehrere Zentimeter in der Gesamtlänge ob trocken -feucht-nass.....gibt es Epoxymaterial was das mitmacht und sich nicht irgendwann löst oder reißt??


Holzboote-na klar-hab ja sonst keine Sorgen.......
 
Verfasst am: 06.04.16 [20:55]
 
zorro
Kai
Themenersteller
Dabei seit: 06.04.2008
Beiträge: 1960
Hallo Lenni,
ein Beispiel: meine Hohmann wurde vor gut 10 Jahren beschichtet,jedes Jahr volle Saison genutzt und sie war innen trocken bis ich sie weg getan habe.
Gruß Kai
 
Verfasst am: 07.04.16 [05:42]
 
michael
Michael Grothe
Dabei seit: 12.05.2008
Beiträge: 949
@lenni,


deine Aussage ist nicht ganz korrekt.

Massiv Holz hat unterschiedliches Schwindverhalten.

Bei 6m Boot sind es in der Länge keine zentimeter. (Hirnholz)
In der Breite können es Zentimeter werden.

Da bei einer Beschichtung Das Holz in der Regel trocken bearbeitet wird, ist es zu vernachlässigen.

Epoxid ist ja viel elastischer als Polyester. Deshalb gibt es bei Epoxi auch nicht die Bedenken. Aufpassen muß man immer, das keine massive Feuchtigkeit von innen erfolgt. Das heißt immer kontrollieren und notfalls sofort das Wasser entfernen.


Hejdå Michael
 
Verfasst am: 07.04.16 [08:49]
 
windi
Ralf Windmüller
Dabei seit: 16.04.2008
Beiträge: 1397
Am wichtigsten sind, wie immer, die Vorarbeiten.

Wir haben im Fall der Pettersson (9,50 m lang) die zu beschichtende Fläche gesandstrahlt, Korund/Glasperlen-Gemisch. Vorteil: Alles was nicht mehr fest ist fliegt gnadenlos weg und kann ausgetauscht werden. Die Stösse/Fugen werden von allen alten Dichtungsmaterialien befreit. Neues Holz wo es nötig ist, breite Fugen ausfräsen und ausleisten, Verbund evtl. neu verschrauben oder Nieten, Vertiefungen abspachteln damit es keine Luftlöcher gibt. 2 Lagen 450gr Biaxial-Glasgelege nass in nass,stark belastete Bereiche auch 4 Lagen, anschleifen, mit Epoxispachtel (Microspheres/Tixo) satt abspachteln, glatt verschleifen, mit Epoxid primern, Antifouling.

Ansonsten: wie Micha es sagt, Wasser rauslassen. Ruderkoka, Wellendichtungen, Durchbrüche aller Art - peinlichst kontrollieren.

Nichts ist besser als eine trockene Bilge.



Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. -Albert Einstein-

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Verfasst am: 07.04.16 [08:51]
 
windi
Ralf Windmüller
Dabei seit: 16.04.2008
Beiträge: 1397
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Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. -Albert Einstein-

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Verfasst am: 07.04.16 [08:51]
 
windi
Ralf Windmüller
Dabei seit: 16.04.2008
Beiträge: 1397
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Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. -Albert Einstein-

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Verfasst am: 14.04.16 [19:31]
 
lenni
Frank
Dabei seit: 04.04.2008
Beiträge: 424
So-wieder da...die Bilder sehen ja gut aus......ich hatte mal eine Arcangeli Jolly aus Italien geholt-dieses Boot habe ich damals an Windi weitergegeben-kleines Boot-aber mit 4 Leuten nicht vom Trailer zu wuchten-Windi wird sich sicherlich erinnern-das war unser erster Kontakt-10jahre her???-dieses Boot war schlampig von Außen beschichtet-innen total naß-Bleiente-ist die nachher nicht entsorgt worden?
Dieses Boot war das einzige Boot was ich beschichtet gekauft hab-danach nie wieder.....
Meine alte Dicke ist Klinkerbau-da kommt sowieso keine Beschichtung in Frage.Vielleicht bin ich auch nur zu konservativ-Holzboot find ich gut-wenns zugepackt wird kann ich das auch einfacher haben indem ich gleich eine GFK Schale kaufe-Vega oder ähnliches-klassische Optik und Pflegeleicht...
Wenn die neueren Werkstoffe das alles mitmachen mit dem Schwund und Quellen dann ok-für mich kommt es nicht in Frage.
Wenn ich Arcangelis Riva Lager sehe da finde ich kein beschichtetes Boot, und ich weiß das er von sowas die Finger lässt- beschichtete Rivas sind in Italien fast wertlos-die werden vollrestauriert-neu aufgebaut.
Die Kunden in der Klasse wollen es Eher Original...
Der Berliner Bootsmarkt ist sowieso sehr speziell und wenn es für Backdecker und ähnliches mit GFK Beschichtung Kunden gibt dann los-ich wünsche viel Erfolg!!

Holzboote-na klar-hab ja sonst keine Sorgen.......
 
Verfasst am: 14.04.16 [23:20]
 
Heinrich
Heinrich
Dabei seit: 27.03.2016
Beiträge: 3
Ich habe eine Variant, deren Unterwasserschiff ja aus Massivmahagoni Brettern geklinkert ist. Dieses war, als ich es gekauft habe, schon mit GFK Polyester beschichtet.
Der Vorbesitzer ist wahrscheinlich an dem Boot verzweifelt, weil trotzdem nach jeder Fahrt Wasser in der Bilge war. Dieses Wasser hat die Bilge rotten und den Kiel weich werden lassen.

Ich habe aus diversen Gründen einen echten Kiel unter gebaut, mit Gewebe und Epoxi beschichtet und auch die Seitenwände über Wasser außen und innen mit GFK Gewebe und Epoxi beschichtet, klar lackiert sowie die Bilge auch von innen mit Gewebe und Epoxi beschichtet. Weiterhin habe ich in mühsamer Detailarbeit alle undichten Stellen im Deck und Dach gedichtet, damit absolut kein Wasser mehr von oben rein kommt. Das Boot hat nach wie vor die alte Optik, alles klar lackiertes Holz. Man sieht das Gewebe und Epoxi nicht.

Seitdem fährt das Boot absolut trocken, keinerlei Wasser in der Bilge, auch nach 2 Wochen Regen nicht. Der Rumpf ist jetzt wahrscheinlich so stabil wie nie zuvor. Das Boot ist gerettet. Das Holz arbeitet nicht, es quillt nicht, es entstehen keine Risse. Ich brauchte diesen Frühjahr den Rumpf von außen nicht lackieren, nur putzen. Der Lack sah so gut aus wie vor einem Jahr. Auch wenn ich irgendwo anstoße, es gibt keine Lackabplatzer mehr.

Ich mache ganz viel mit Epoxi. Für mich ist es das Material um alte Boote dauerhaft zu erhalten.

Heinrich 'icon_wink.gif')
 

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