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Thema: Motor fest nach Winterlager

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Verfasst am: 08.05.22 [20:06]
 
dennisk
über Wasser
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Beiträge: 686
N`abend!

Trotz übetriebener Konservierung ist diesen Winter erstmals, seit 22 Jahren, der Wartburg festgegammelt.
Vor ein paar Wochen lose bekommen und mit etwas Öl in den Kerzenbohrungen durchgedreht.
Heute wieder fest. Verdacht auf Wasserstand auf bis auf Höhe der KW-Lager.
Das über Winter Schwitzwasser im Kurbelraum ausfällt war ja klar, darum wird ja konserviert.
Dass hier aber solche Mengen anfallen können ist übel! Der diesjährige nasse und frostarme Winter war negativer Höhepunkt mehrjähriger Überwinterung.
Möglicherweise ist der Motor hin oder wird im Laufe dieser Saison Folgeschäden bekommen.

Bitte Daumen drücken dass der Wabu das verdauen kann!

Ich lasse die Brühe absetzen und werde sehen, wie viel Wasser ich aus den äußeren Zylindern abgesaugt habe.





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Verfasst am: 08.05.22 [20:08]
 
dennisk
über Wasser
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6mm Kupferrohr, Schlauchstück und Einwegspritze 5qcm.

Eine von mehreren Spritzen mit abgesaugtem Wasser-Öl-Gemisch aus dem Kurbelraum.
Nur die äußeren Zylinder.
Beim Mittleren stand der Kolben günstiger, der war der Witterung verschlossen, hier kein Wasser.

Bei Vollwange beginnt (in Waage) mit etwa 20qcm Land-unter an den Hauptlagern.
Durch die schräge Einbaulage im Boot wird das jedoch schon bei weniger der Fall sein.

[Dieser Beitrag wurde 7mal bearbeitet, zuletzt am 08.05.2022 um 20:29.]
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Verfasst am: 09.05.22 [09:11]
 
zorro
Kai
Dabei seit: 06.04.2008
Beiträge: 2087
Moin,ich hab garkeine Probleme gehabt.
Boot letztes Jahr ab in die Halle und gut.Am Wochenende schonmal probelaufen lassen,alles i.O.
Ich kann mir auch nicht vorstellen da soviel Kondenswasser sich bilden kann.Vielleicht hast du wo anders ein Leck?
Ich würde den Motor ausbauen,untere Hälfe vom Motor abschrauben und nachsehen was los ist.Ich hatte mal von jemanden ein Boot da,der hatte es bei Regen gebracht,kein Deckel auf dem Motorraum und nichts auf dem Vergaser.Nach einem viertel Jahr war er fest.Ich habe damals den Motor ausgebaut ,Motor unten auseinander genommen sodas ich die Kurbelwelle sehen konnte,habe das Wasser und den Rost weggemacht,ihn dann mit Diesel eingesprüht und stehen lassen bis am nächsten Tag.
Motor zusammengebaut und ihn mit Hilfe einer Verlängerung an der Schwungmasse gedreht.Ging am Anfang schwer und wurde immer besser.
Dann wieder ins Boot eingebaut und fertig.Der Motor läuft bis heute.
Wartimotoren sind schon ganz schön robust.
Gruß Kai
 
Verfasst am: 09.05.22 [22:06]
 
dennisk
über Wasser
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Beiträge: 686
Ja, es könnte theoretisch Wasser aus dem Kühlsystem sein, dass durch ein Rostloch oder Frostschaden ins KH gelangt ist.
Ist ja leider alles möglich!

Andererseits ist bei einem Aussenboarder mit Luftkasten ohne Ablaufloch im Herbst jedes Jahr immer
eine ordentliche Menge Schwitzwasser auszugießen, wenn länger nicht gefahren wurde.
Würde man den Motor starten, würde der unterste Vergaser etwa ein Schnapsglas voll Wasser nach dem Anlassen schlucken.

Das wäre vielleicht sogar egal, solange die Menge keinen Wasserschlag verursacht und der Motor danach gefahren wird, bis alles wieder trocken gefahren ist.

Dennoch sehr beeindruckend was da in kurzer Zeit zusammen kommt, wenn das Wetter Käse ist!

Der Luftkasten hat kürzlich ein Ablaufloch bekommen.

Ich werde das Kühlsystem des Wartis mal mit Luft abdrücken, ob diese an den Einlässen wieder entweicht.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 09.05.2022 um 22:07.]
 
Verfasst am: 09.05.22 [22:22]
 
dennisk
über Wasser
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Beiträge: 686
Ich konnte ihn nach dem Lösen am Propeller drehen. Musste dazu ein bisschen hin und her wackeln.
Habe gestern 2T-Öl bis halb voll in jedes KH gegeben und viele Male durchgedreht.
Danach das Öl samt Restwasser wieder abgesaugt.
Damit waren alle unteren Lager mit Öl durchgewaschen und haben getaucht mehrere Umdrehungen gemacht um eventuellen Rost loswerden zu können.
Mehr kann man nicht machen.

Klingt beim Drehen aber irgendwie nach Radlager. Mit etwas Glück kommt dieses Geräusch jedoch "nur" aus der Primat und nicht aus dem Motor.



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 09.05.2022 um 22:27.]
 
Verfasst am: 13.06.22 [08:14]
 
dennisk
über Wasser
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Beiträge: 686
Na toll - nach dem Lagerkrach zu urteilen: im Ar...!

Ob ein gebrauchter Wabu eine gebrauchte KW eines anderen Wabu verträgt?

Bin auch gespannt ob das betroffene Lager beiausgebauter KW auch eindeutig erkennbar ist.





[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 13.06.2022 um 11:36.]
 
Verfasst am: 14.06.22 [15:14]
 
zorro
Kai
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Beiträge: 2087
So kaputt kann nsch dem Winter ein Motor garnicht sein.Ich hatte einen der war auf 1Zylinder fest.Kurbelwellengehäuse unten abgeschraubt,Rost entfernt,schön dir Fläche geölt, zusammengeschraubt, ein paar mal so gedreht,gestartet und der lief wie eine 1.
Keine Ahnung was bei dir los ist.
Gruß Kai
 
Verfasst am: 15.06.22 [13:32]
 
dennisk
über Wasser
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Beiträge: 686
Lager fest scheint übler zu sein als Kolben fest.
Nach dem Ausbau weiß ich mehr...
 
Verfasst am: 15.06.22 [14:44]
 
zorro
Kai
Dabei seit: 06.04.2008
Beiträge: 2087
Bei mir war nicht der Kolben fest sondern unten das Lager Bzw.Lagerschalen.
 
Verfasst am: 26.06.22 [12:04]
 
dennisk
über Wasser
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Beiträge: 686
Die KW liegt auf dem Tisch.
Das heckseitige KW-Lager ist dank Öl und einer Betriebsstunde zwar wieder super leichtgängig, macht aber beim Drehen ordentlich Lärm. Der ganze Tisch brummt mit.

Nochwas:

Alles im Kurbelraum ist ölig, nur das vorderste KW-Lager nicht. Ist trocken und sieht sogar etwas korrodiert aus.
Wie kann das denn sein, übel ?!

Dieses Lager macht auch etwas mehr Krach als die mittleren KW-Lager beim Drehen.


Wohin nun mit der Kurbel zum auffrischen?
Rudolph und LDM schlug die Suchmaschine vor.


[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 26.06.2022 um 20:22.]
 
 

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